Philosophie

 

Die GROßEN Fragen  (Hermann Josef Schüren)

Warum heißt ein Stuhl nicht Tisch?
Können Wörter lügen?

Weint wohl auch ein Tiefseefisch

Und: Muss man sich begnügen?

 

Welche Farbe hat das Denken?

Sind Ideen grau?

Lässt sich Klugheit auch verschenken

Und: Was weiß man denn genau?

 

Wieso wachsen Bäume?

Können Blumen lachen?

Woher kommen denn die Träume

Und: Was soll ich machen?

 

Warum ist das eine gut

Und das andere schlecht?

Was bedeutet Lebensmut
Und: Was ist wirklich echt?

 

Wieso bin ich auf der Welt?

Warum gibts so viele Sterne?

Wieso sagt man ‚Sternenzelt’

Und: Was tu’ ich wirklich gerne?

 

Warum gibt es arm und reich?

Wieso große Not?

Warum sind nicht alle gleich

Und: Was kommt nach dem Tod?

 

Woher kommen denn die Fragen?

Bin ich denn so dumm?

Kann mir niemand Antwort sagen

Auf das Wort: Warum?          

   

Im Philosophieunterricht stellen wir uns in den Jahrgangstufen 5/6 sowie 7/8 altersstufengerecht die großen Fragen und stoßen dabei statt auf Antworten zumeist auf weitere Fragen und – das soll so sein!

In verschiedenen Formen des Unterrichtsgesprächs und mit vielen kreativen Zugängen lernen die SchülerInnen ihre eigenen Kompetenzen wahrzunehmen und zu erweitern, die mit einem Kompetenzbogen am Ende eines jeden Schuljahres bewusst reflektiert werden. Die SchülerInnen lernen so konsequent und selbstständig zu denken, sich in andere Menschen und deren Denkweisen hineinzuversetzen sowie sich durch das eigene Denken auch im eigenen Handeln bewusst bestimmen zu lassen.

Entlang der vier philosophischen Grundfragen Kants:

1) Was können wir wissen?

2) Was sollen wir tun?

3) Was dürfen wir hoffen?

4) Was ist der Mensch?

werden alltägliche und unalltägliche Themen kreativ, analytisch und vor allem immer im sokratischen Gespräch miteinander behandelt.

In der Oberstufe werden mögliche Antworten auf vier Grundfragen mit vergleichendem Blick auf die großen Denker der Philosophiegeschichte sowie in Anknüpfung an zeitnahe Themen erörtert. Neben der Auseinandersetzung im Diskurs werden im wissenschaftspropädeutischen Sinne Methoden wie das Unterrichtsprotokoll oder die intensive Textarbeit, aber auch das Verfassen philosophischer Essays trainiert.

Einen Höhepunkt der Oberstufenarbeit im Philosophieunterricht stellt die Projektpräsentation am jährlich stattfindenden Philosophischen Abend dar. Hier werden die kreativen Ergebnisse der Gruppenarbeit nach einer intensiven philosophischen Auseinandersetzung mit einem selbst gewählten Themenschwerpunkt vor Publikum vorgestellt.

An der THS ist das Fach Philosophie ein gern gewähltes viertes Prüfungsfach im Abitur.

Für die Fachschaft Philosophie Katja Hase